Die Rückkehr in den Winter - Burscheid, 30.03.2013

Gut 24 Stunden Reisezeit sind seit dem gestrigen Aufbruch morgens früh in Pretoria vergangen. Der Flug von Johannesburg nach Abu Dhabi verlief ungewöhnlich ruhig für einen Tagflug und war somit recht angenehm. Zudem hatten wir noch das Glück uns zu zweit auf vier Plätzen tummeln zu können. Der sieben stündige Zwischenstopp in Abu Dhabi war durchaus unterhaltsam. Es ist unglaublich, welche Welten hier aufeinander prallen. Unterschiedliche Kulturen, Nationalitäten, Weltanschauungen und ihre Verhaltensweisen lassen sich hier ausgiebigst beobachten und sind ein guter Zeitvertreib. Auch der Weiterflug nach Düsseldorf verlief gut und wieder hatten wir Glück und hatten jeder zwei Plätze zur Verfügung. So erreichten wir Düsseldorf verhältnismäßig ausgeruht. Und dann das böse Erwachen: Es liegt Schnee, und das an Ostersamstag. Unfassbar, wir sind zurück im Winter! Unsere Mission, dem Winter zu entfliehen ist somit quasi gescheitert. Es war eine wunderschöne Zeit und wir haben es sehr genossen. Wir werden noch lange von den Erinnerungen zehren können.

Das Chamäleon und ich - 26.03.2013

Wir sind morgens schon früh unterwegs. Unsere Vorräte sind zu Ende und so müssen wir vor dem Frühstück losgehen, um Nachschub zu erstehen. Dabei begegnen wir jenem so wunderbar tänzelnden Tier, welches sich in unnachahmlicher Weise im Vor- und Zurück-Wechselschritt vorwärts bewegt – das Chamäleon. Leider hat es sich die Hauptstraße für diese Vorführung ausgesucht. So versuchen wir, es vom Weg abzubringen, um es auf die sicherere Wiese zu befördern, doch es lässt sich nicht beirren. Da kommt ein Wanderer des Weges und hebt es ganz entspannt auf. Das will ich auch! Gesagt, getan und schon sitzt es auf meinem Arm und ich trage es durch die halbe Stadt, um einen schönen Platz zu finden, wo wir es wieder in die Freiheit entlassen können. So haben wir unterwegs ausgiebig Gelegenheit, das Tier aus nächster Nähe zu bestaunen, während es auf meinem Arm auch mal seitwärts marschiert und die Augen gen Himmel rollt.

Unterwegs im Königreich - 23.03.2013

Das Königreich Swaziland misst nur 120 x 170 km, punktet aber mit verschiedenen Landschaftstypen: Bergketten mit rauschenden Wasserfällen werden abgelöst durch fruchtbare Täler und im Lowveld dominiert Buschlandschaft mit Baumwoll- und Zuckerrohrplantagen. Das Volk der Swazi ist zurückhaltend und freundlich. Besonders talentiert sind sie auch, es werden erstaunlich schöne Kunsthand-werkgegenstände angeboten, sogar die Toiletten sind kunstvoll gestaltet. Auf den bunten Märkten können wir ganz entspannt zwischen den Textil- und Holzsouvenirs schnüffeln und feilschen, ohne dass es nervig wird. König Mswati III haben wir leider nicht angetroffen, vermutlich kümmerte er sich um eine seiner 11 Frauen.

Robbers Pass - 19.03.2013

In Pilgrim's Rest erfahren wir die Geschichte von Tommy Dennison, die sich 1912, zur Zeit der reichen Goldfunde, zugetragen hat. Tommy hörte von einem erfolgreichen Postkutschen-Überfall, der den Banditen 10.000 englische Pfund einbrachte. Die Chance auf das schnelle Gold verleitete ihn, sich auf einer 1778 m hohen Passstraße zu verschanzen und den Kutscher des Goldtransporters mit zwei selbst geschnitzten Holzpistolen (!) zu bedrohen. Seine Beute betrug magere 129 Pfund. Zu wenig, um sich aus dem Staub zu machen. Aber immerhin genug, um im nächsten Saloon mal so richtig die Puppen tanzen zu lassen. Der bedauernswerte Tommy wurde geschnappt, noch ehe er das Geld verprasst hatte und zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Dennoch gelang ihm ein kleiner Triumph: „Seine“ Passstraße erhielt den hochtrabenden Namen „Robber's Pass“.

Die Strandwanderung - 04.03.2013 

Ein Spaziergang bei bestem Wetter an der Wasserkante eines Ozeans entlang wird oft unterschätzt. Es ist immer ein kleines Abenteuer. Ist jetzt gerade Ebbe? Schaffen wir den Rückweg um die Felsnase herum, bevor die Flut kommt? Wird man urplötzlich von einer überraschend hohen Welle erwischt und findet sich erschöpft und halb entblößt vor der nächsten Düne wieder? Genau das sind die Unwägbarkeiten, die uns dazu veranlassen, in Sedgefield, am Indischen Ozean den Strand zu inspizieren. An Küstenabschnitten, an denen unberechenbare Wellen anrollen, gibt es eigentlich immer etwas Interessantes zu finden. In Thailand stolperten wir über picklige, knallrote und Lkw-Reifen große Quallen und in Australien fielen wir fast über eine Sauerstoffflasche mit Trageriemen, doch der dazugehörige Taucher war nicht mehr zugegen. Diesmal erregt ein Knochen unsere Aufmerksamkeit. Der Knochen besitzt in etwa den Durchmesser eines Breitmaulnashorn-Hinterbeins. Während wir noch darüber philosophieren, welches Tier nur annähernd in der Lage wäre, solche großformatigen Knochen zu hinterlassen, bekommen wir die zweite Hilfestellung. Ein Rückenwirbel in der Größe eines Sonnenschirms versperrt uns den Weg. Nun ist alles klar: Ein Wal ist gestrandet. Nur wenige hundert Meter entfernt liegt der Rest. Der Rest des Walfischs. Ein schüchternes Stupsen mit dem Schuh am Körper des Giganten bestätigt die Diagnose, der Meeressäuger ist tot. Der Geruch, der von diesem Ort ausgeht, ist jedoch weder dazu geeignet, uns zum weiteren Verbleib zu veranlassen, noch den örtlichen Tourismus anzukurbeln.

Das Pokalspiel - 22.02.2013

Im Greenpoint Stadium in Kapstadt – Schauplatz des 4:0-Sieges Deutschlands gegen Argentinien bei der WM 2010 – hat Ajax Cape Town ein Pokalspiel. Ajax, ein als Talentschuppen afrikanischer Spieler getarnter Tochterverein unserer Freunde aus Amsterdam spielt gegen den südafrikanischen Rekordmeister, die „Mamelodi Sundowns“ aus Pretoria. Im Zuge der Umbenennung diverser Städte nach dem Ende der Apartheid wurde aus Pretoria Tshwane, was die Beliebtheit des Vereins unter den Schwarzen eher noch förderte. Zu unserer Überraschung sind alle Kassenhäuschen geschlossen, also müssen wir uns Tickets auf dem „freien Markt“ besorgen. Ein schwarzer Bursche wird von Menschentrauben umringt, da er im Besitz eines bemerkenswert dicken Stapels Eintrittskarten ist. Bevor wir überhaupt nur nach dem Preis fragen können, haben wir zwei Tickets in der Hand. Der Bursche war zufällig der Fanbeauftragte der Sundowns, mit dem klaren Auftrag unterwegs, interessierten Leuten einen kostenlosen Eintritt zu verschaffen. So genießen die Sundowns die Unterstützung der Mehrheit der Zuschauer. Und wie: Es wird getrommelt, es wird gesungen und es wird getanzt. Es herrscht eine wunderbare Stimmung. Der Blick auf die Akteure in kurzen Hosen ist Nebensache. Das Hier und Jetzt wird zelebriert. Lebensfreude pur. In der Halbzeitpause (0:0) tanzen sich Anhänger der Sundowns mit den ebenfalls anwesenden Fans der Orlando Pirates und Kaizer Chiefs schier in Ekstase. Es bedarf eigentlich keiner weiteren Erwähnung, dass es sich bei den Pirates und Chiefs auch um „schwarze“ Vereine handelt. Die grün kostümierte Blaskapelle, die engagiert für Ajax trommelt und trompetet, hat akustisch keine Chance. Ebenso wenig wie Ajax Cape Town. 0:0 nach 90 Minuten. Verlängerung. 117. Minute: 0:1! Die Sundowns feiern. Sie feiern weiter. Immer weiter...

Die Abkürzung - 10.02.2013

Die Fahrt von Swakopmund nach Windhoek steht uns bevor, durch die Namibwüste und das Naukluft-Gebirge. Die bequeme Variante, 360 km auf einer geteerten Straße, ist uns zu langweilig. Die Abkürzung, 320 km auf einer Gravel-Road, erscheint uns abwechslungsreicher und landschaftlich reizvoller. Kaum haben wir Swakop verlassen, rattern wir auch schon durch die Wüste. Es läuft gut, der Untergrund ist fest und eben, wir cruisen mit 90 km/h vorwärts und erfreuen uns an den Eseln und Straußen, die in dieser Einöde überleben können. Plötzlich ändert sich der Belag, Wellblechpiste. Wir müssen die Geschwindigkeit drastisch reduzieren und werden trotzdem ordentlich durchgerüttelt. Langsam aber sicher gewinnen wir zudem an Höhe, ein Warnschild macht darauf aufmerksam, dass Trucks, Trailer und Caravans für die Piste nicht geeignet sind. Unser im Stadtverkehr bewährter Kia Picanto verfügt über so wenig nützliche Eigenschaften wie geringe Bodenfreiheit und kleiner Raddurchmesser. Wenn das mal gut geht. Mutig steuern wir unserem Ziel entgegen. Die Durchquerung sandiger Flussbetten und auftretender steiniger Untergrund haben unseren Stundenschnitt bereits merklich reduziert. Die Anstiege werden immer steiler, einmal drehen die Reifen komplett durch, und wir kommen seitwärts rutschend nur mit Mühe zum Stehen. Dann vorsichtig rückwärts rollen und mit mehr Schwung den zweiten Anlauf wagen. Geschafft! Aber wir haben noch lange nicht die Passhöhe erreicht. Die Zeit verrinnt, die Hitze wird immer größer, die Piste immer staubiger. Inzwischen macht eine Umkehr keinen Sinn mehr, dazu reicht die Tankfüllung nicht. Meter um Meter, Minute um Minute quälen wir den Kia vorwärts. In dieser Abgeschiedenheit wollen wir uns das zweifelhafte Erlebnis einer Panne ersparen, sagenhafte 80 Kilometer kommt uns kein einziges Fahrzeug zu Gesicht. Weiter, weiter, immer weiter. Die nahende Abenddämmerung lässt bereits Affen, Warzenschweine, Perlhühner und Kudus über den Weg schlendern. Bloß keinen Unfall so kurz vor dem Ziel. Und dann kommen tatsächlich die ersten bunter Wellblechhütten der Außenbezirke von Windhoek in Sicht. Nach gut sechs Stunden sind wir am Ziel. Was für eine Abkürzung, wir sind fix und fertig.

Namibias Norden – 06.02.2013

Die Grenzüberquerung von Botswana nach Namibia ist schon wieder spaßig. Es ist alles voll Schlamm und Pfützen. Wir sollen irgendwo im Schlamm parken, dann geht das Pfadfinderspiel los, wo denn wohl der richtige Schalter ist, um den Ausreisestempel zu bekommen. Geschafft! Jetzt müssen wir nur noch nach Namibia einreisen. Also ein Stück durchs Niemandsland über holprige Piste, dann erneutes Rätselraten. Schließlich finden wir auch hier den richtigen Schalter, werden aber nun damit konfrontiert, dass der Grenzbeamte nicht in der Lage ist, die angegebene Aufenthaltsdauer in unserem Einreiseformular von fünf Wochen in Tage umzurechnen. So fragt er uns, wie viele Tage denn fünf Wochen seien. Ein wenig entgeistert beantworten wir diese Frage. Doch die weitere Umsetzung der genannten 35 Tage auf ein passendes Datum geht dann erneut schief. Egal, nicht wundern, Einreisestempel ist da. Jetzt müssen wir uns nur noch um das Auto kümmern, dafür brauchen wir noch ein Extradokument und müssen zahlen, dann kann es weitergehen. Als erstes erwartet uns ein Elefantenwarnschild auf der Schotterpiste Richtung Caprivi-Streifen. Es ist mal wieder bullenheiß. So suchen wir uns bald einen Campingplatz direkt am Okavango. Das sind wir mal wieder ganz alleine. Schön. 

Die Evakuierung am Okavango! - 19.01.2013

Es regnet. Eine heiße Dusche und ein Frühstück mit auf dem Gaskocher erhitzten Tee bringt uns dennoch in positive Stimmung. Dann machen wir uns auf den Weg, noch schnell ein bisschen Geld holen, klappt schon beim zweiten Versuch - die ATM's sind hier ein bisschen störanfällig und manchmal auch nur mit wenig Botswana-Pulas bestückt. Dann Tanken. Wir müssen den eifrigen Tankwart darauf hinweisen, die Zapfsäule erst mal auf Null zu stellen. Auf dem Transkalahari Highway gibt es heute drei Kontrollstellen zu passieren. Zweimal Maul- und Klauenseuche und einmal „Lungenpest“, die Kontrollen sind allerdings recht oberflächlich. Wir werden gebeten, uns mit unseren Schuhen in eine flache Wanne mit Desinfektionsmittel zu stellen, das war's. Die Fahrt geht insgesamt recht langsam voran. Es gibt jede Menge Tiere auf der Straße und auch die Zahl der Schlaglöcher steigt rapide an. Die Überschwemmungen rechts und links nehmen zu. In Gurame steht die Straße halb unter Wasser. Wir tanken nochmal. Aufgrund einer Baustelle sollen wir auf ein Stück nasser Sandpiste ausweichen. Wir zögern, denn ein großer Safari-Truck hat sich bereits festgefahren. Die Insassen stehen bis zur Wade im Schlamm neben dem Truck. Nach reiflicher Prüfung räumen wir die Absperrung beiseite und wählen die gesperrte Straße. So kommen wir prima durch. Am Okavango kurz vor Namibia kennen wir eine Lodge, die auch Camping anbietet. Das ist hilfreich, denn mit Hinweisschildern sind sie hier mal wieder sehr sparsam. Die Zufahrt besteht aus einer 2 km langen, teilweise überschwemmten Sandpiste, die wir aber gut meistern. Der Campingplatz ist prima, wenn auch relativ teuer, dafür mal wieder mitten im Busch und direkt am Fluss. Es gibt jede Menge Getier, von Mücken über Affen bis zu Kudus ist alles dabei. Wir machen uns ans Abendessen, vertilgen die letzten frischen Sachen, das Feuerholz ist zu nass und die Mücken treiben uns früh ins Zelt. Es blitzt, donnert und fängt heftig an zu regnen. Dann übertönt ein unheimliches Heulen das liebgewonnene Gebrüll der Hippos. Eine Sturmwalze rollt auf uns zu. Bäume knarzen heftig, das Zelt wird hin und her gerissen und im Sekundentakt krachen Äste herunter. Während wir überlegen, wie wir die Nacht unbeschadet überstehen sollen, hören wir plötzlich Stimmen. Pete, der Lodgemanager, will uns mit einem Helfer evakuieren. Blitzschnell raffen wir die wichtigsten Sachen zusammen, überlassen das Zelt seinem Schicksal und springen ins Auto. Pete rast zügig durch „seinen“ Busch und wir haben Mühe, ihm zu folgen. Er bringt uns zu einem Chalet, da sind wir erstmal sicher. Das nennt man wohl optimale Gästebetreuung. So plötzlich, wie der Sturm gekommen ist, hat er sich dann auch wieder verzogen. Egal, wir liegen diese Nacht jedenfalls bequem. Die Inspektion am nächsten Morgen ergibt, dass unser Zelt nur einen einzigen Riss erlitten hat, somit kann es uns weiterhin gute Dienste erweisen.

Leuchtende Augen in der Nacht - 14.01.2013

Im Pilanesberg-Nationalpark – traumhaft gelegen in einem erloschenen Vulkan – .lassen wir uns im Mayane Camp nieder. Gegen drei Uhr haben wir Hummeln im Hintern, und obwohl es noch ziemlich heiß ist und eigentlich zu früh für eine Pirschfahrt, machen wir uns auf den Weg. Der Streifzug gerät zum echten Knüller: In gut 3,5 Stunden machen wir Tierbeobachtungen der Extraklasse: Impalas, Kudus, Streifengnus, Giraffen, Elefanten, Hippos, und die verschiedensten Vögel. Der witzigste darunter ist der rote Bischof, der gerade auf der Balz ist, sich völlig aufplustert und so kugelrund und wild zwitschernd umherfliegt. Sehr komisch. Auch die gelben Webervögel beeindrucken wieder mit ihrer Fertigkeit beim Nestbau. Dann bekommen wir noch ein Breitmaulnashorn in seiner gewaltigen Größe vor die Linse. Es steht direkt am Wegesrand und beeindruckt uns ganz gewaltig. Die verschobenen Proportionen durch die tiefliegenden Augen und seine Panzerung tragen zum urzeitlichen Aussehen bei. Kurze Zeit später entdecken wir noch drei weitere Rhinos, aber das erste war eindeutig das Eindrucksvollste. Als wir schon ganz platt sind von diesen unzähligen Eindrücken, läuft uns auch noch ein Wüstenluchs über den Weg. Heute ist unser Tag! Da setzen die Giraffen zum Schluss nur noch das Sahnehäubchen obendrauf. Zurück auf dem Campingplatz treffen wir auf Warzenschweine, die zum grasen mit den Vorderbeinen auf die Knie gehen. Ein echt skurriler Anblick, dabei vergisst man fast die Perlhühner zu erwähnen, die gleich nebenan picken. Bevor es dunkel wird, macht Ralf ein Feuerchen an, die Flammen lodern allerdings so hoch, dass wir schon fürchten, den nächsten Baum abzufackeln. Über das Essen wird es dann ganz dunkel. Als ich meine Stirnlampe ein wenig schwenke, gucken mich plötzlich etliche, leuchtend grüne Augenpaare an. Eine Herde Impalas hat es sich in unserer Nähe gemütlich gemacht. Die Nacht wird unruhig, es herrscht tierisches Treiben draußen. Mal schnaubt es, mal grunzt es, mal trappelt es.

Südafrika – Regenzeit? - Regenzeit ! - 13.01.2013

Die im Januar üblicherweise auftretende Regenzeit im Norden Südafrikas lässt auf sich warten. An den Ufern des Limpopo Rivers möchte sich niemand darauf festlegen, wann der nächste Schauer runterkommt. Schade eigentlich, denn die gemessenen 65° Celsius in der Sonne wären sicher erträglicher, wenn ein paar Regentropfen für Abkühlung sorgen würden. Durch unsere Weiterfahrt nach Graskop, zum Blyde River Canon versuchen wir der Hitze zu entkommen. Mit Erfolg. An der Bruchkante des Canyons bauen wir erstmals auf dieser Reise unser kleines Zelt auf. Der Boden ist weich genug für die Heringe und die Temperatur ist ideal. Kaum liegen wir waagerecht, beginnt es zu regnen. Es regnet die ganze Nacht. Tagsüber reiht sich ein ausgiebiger Schauer an den nächsten. Wir nutzen eine kurze Trockenphase für einen Trip zu den Aussichtspunkten des drittgrößten Canyons der Welt. Wir sehen: Nebel, nichts als Nebel.

Südafrika - Pretoria - 05.01.2013

Nach unserer kurzen Stippvisite zuhause sind wir nun im Sommer angekommen. Der Flug von Düsseldorf über Abu Dhabi war von angenehm bis erträglich. Die erste Etappe war deutlich angenehmer als die zweite, allerdings muß man dazu sagen, daß wir nicht mehr gewöhnt sind, mit so vielen Menschen auf engstem Raum zu sein. Lange Rede, kurzer Sinn, wir sind gestern morgen wohlbehalten in Johannesburg gelandet und haben uns bei strahlendem Sonnenschein, einem unglaublich blauen Himmel und 30+ Grad auf den Weg nach Pretoria gemacht zu unserer ersten Unterkunft. Da sind wir erst nochmal ins Bett gefallen und haben bis mittags geschlafen. Dann ging es an die notwendigen Besorgungen, mit denen wir auch den Großteil des heutigen Tages noch verbracht haben, um morgen früh weiter Richtung Norden fahren zu können. So sind wir noch in Reiseplanung und fühlen uns pudelwohl.