Südafrika, Drakensberge, Golden Gate Nationalpark

J'burg/Südafrika - Burscheid - 01.04.2015

Südafrika präsentierte uns zum Abschied noch eine weitere grandiose Landschaft. Die Drakensberge und auch der Golden Gate Nationalpark hinterlassen einen bleibenden Eindruck bei uns, auch wenn das Wetter zum Teil durchwachsen war und wir nur manchmal einen Blick auf dieses sagenhafte Bergpanorama werfen konnten, bevor sich die Wolken wieder gesenkt haben. Unser letztes Camp haben wir in Pretoria bezogen, bevor wir dann unseren Allradcamper wieder abgegeben haben. Es hat sehr viel Spaß gemacht, auch wenn wir zwischendurch den Staub und Dreck verflucht haben, aber das ist eben der Preis, den man zahlen muß, wenn man in den Busch will...

Der Flug im A 380 (ein echt gewaltiges Flugzeug) war angenehm und so haben wir dann über London wohlbehalten Düsseldorf wieder erreicht. Es war eine wunderschöne Zeit!

St. Lucia Wetlands Park/Südafrika - März 2015

Südafrika, St. Lucia Wetlands Park, Hippos

Hippos! - St. Lucia/Südafrika - 22.03.2015

Nachdem wir schon in Nelspruit Hippos aus nächster Nähe im Camp hatten, gibt es hier in St. Lucia die geballte Ladung Flußpferde. Die Stadt ist gepflastert mit Hippo-Warnschildern, denn die Kolosse kommen zum Grasen nachts aus dem Wasser und da bieten sich die Grünflächen im Ort natürlich an. Auf einer Bootstour bekommen wir zahlreiche der respektablen Säugetiere zu Gesicht, nachts hören wir sie fröhlich grunzen und des morgens gibt es eine Beinahe-Kollision zwischen Ralf und einem Hippo, das zu hungrig war, um bei Sonnenaufgang wieder im Wasser zu verschwinden.

Auf unserer Bootstour haben wir gelernt, daß Hippos im Wasser bis zu 20 km/h und an Land bis zu 40 km/h laufen können. Das im Hinterkopf gepaart mit der Aussage, daß Hippos zu den gefährlichsten Tieren zählen, obwohl sie doch recht freundlich aussehen, lassen Ralf nicht zögern, kurzfristig seine Laufroute zu ändern und schleunigst seinen Abgang vorzubereiten...

06.03.2015 - Endlich Freitag!

Der Freitag ist im Süden Afrikas ein besonderer Tag. Am Ende der Woche gibt es nämlich Geld  - für diejenigen, die gearbeitet haben. Partystimmung aller Orten. Geld zu besitzen heißt hier ausnahmslos: Geld ausgeben! Auch für uns ist es jedesmal eine Ausnahmesituation. Die Supermärkte verzeichnen locker die zwanzigfache Kundenfrequenz, die Kneipen sind bereits mittags mit lautstarken Gästen gefüllt und die Warteschlangen an den ATM's (Geldautomaten) sind länger als beim Verkaufsstart des neuesten I-Phones. Wir versuchen stets, Einkäufe auf den Wochenanfang zu legen. Dann sind die Supermärkte fast leer und das Partyvolk ist bereits wieder pleite. 

Pilanesberg Nationalpark/Südafrika - März 2015

Südafrika, Pilanesberg, Zebra, Gamedrive

04.03.2015 - Pilanesberg, Gamedrive

Um bei Pirschfahrten (Gamedrives) Tiere in besonderen Situationen zu entdecken, muss man auch ein wenig Glück haben. Wir sind im Pilanesberg Nationalpark unterwegs und haben bereits Gnus, Impalas, Springböcke, Kudus, einen Schakal, Giraffen, Nilpferde und Elefanten mit Jungtieren beobachten können. Jetzt steht plötzlich ein einsames Zebra vor uns im Schatten einer Akazie. Es zittert, obwohl es verdammt heiß ist. Es blutet am Bein und an der Flanke. Vermutlich ist das bedauernswerte Tier einer Raubkatze zum Opfer gefallen. Es lebt, noch... So ist Afrika: Fressen oder gefressen werden! Auf der nächsten Pirsch entdecken wir auf einer abgelegenen Route ein Beitmaulnashorn, das gemächlich die staubige Piste entlang marschiert. Der stattliche Bulle hat eine Mission: Er will sein Revier markieren. er schnuppert und wittert, dann markiert er geeignete Büsche mit seiner "Duftmarke". Dazu hebt er seinen Schwanz, kringelt ihn akribisch und sprüht großflächig seinen Urin in die Landschaft. Und so trabt er selbstgefällig eine Viertelstunde auf der Piste vor uns her. Vermutlich denkt er jetzt nicht an potenzielle Rivalen, sonder eher an liebestolle Weibchen.

 

Botswana, Südafrika, Grenzübergang

02.03.2015 - Johannesburg - Autotausch

Vor einer Woche haben wir uns aus dem Maori Camp verabschiedet und nach einer kleinen Tour auf den Spuren der deutschen Kolonialzeit über Swakopmund und Windhoek, bei der wir auf viele deutsche Spuren und Eigenschaften gestoßen sind, haben wir uns über den Trans-Kalahari Highway durch Botswana wieder auf den Rückweg nach Johannesburg gemacht. Die Einreise nach Südafrika geriet kurz ins stocken, eine Rinderfamilie hatte die Fahrspur am Grenzübergang blockiert, doch mit einem inzwischen gekonnten Slalom hatten wir das Hindernis schnell umkurvt. In Pretoria haben wir noch eine kleine Zwischenstation eingelegt, um uns noch mal zu "zivilisieren", bevor es dann in den Bush geht. Dazu werden wir nun unser kleines "Stadtauto" gegen ein Allradfahrzeug mit Dachzelt und Campingausrüstung tauschen, bevor wir uns dann morgen wieder Richtung Botswana aufmachen. Die Parole lautet: "Going Bush"!

Willkommen in Südafrika - Januar 2015

14.01.2015 Südafrika: Johannesburg-Swartruggens

Egal wie oft man den Süden Afrikas schon bereist hat, der erste Tag im Straßenverkehr ist immer ein Crashkurs für all das, was man beim Führen eines Fahrzeugs erwarten darf/muss. Nach einem Zehnstunden-Nachtflug übernehmen wir leicht gerädert unseren Mietwagen, einen schneeweißen Chevrolet Spark, mit dem wir die vermeintlich lächerlichen 200 km von Johannesburg bis nach Swartruggens überwinden wollen. Nach gerade mal drei Kilometern auf dem Highway bremst uns bereits der erste Stau aus. Etwa die Hälte der mit uns betroffenen Fahrer wendet beherzt und fährt entgegen der Fahrtrichtung bis zur nächsten Auffahrt (in diesem Fall Ausfahrt). Einige weniger mutige Piloten parken lieber auf der rechten Fahrspur (also der schnelleren Überholspur - da Linksverkehr) um sich dann mit einem gezielten Wendemanöver über den Grünstreifen in den Gegenverkehr einzureihen. Wir, der Robustheit unseres Chevrolets noch nicht ganz vertrauend, trödeln lieber weiter geradeaus. Später, gerade die gewünschte Reisegeschwindigkeit erreicht, sorgt ein Unfall für nur zähflüssiges Vorankommen. Von den nächsten etwa 40 Ampelanlagen sind mindestens die Hälfte ausgefallen, also muß man sich in die Kreuzung hineintasten. Ist endlich mal eine intakte Ampel grün, heißt das nicht gleich freie Fahrt, denn erstaunlich viele Fußgänger sind von der Rotgrün-Blindheit betroffen. Zwei weitere Crashs schaffen es doch tatsächlich, unsere Durchschnittsgeschwindigkeit noch weiter zu senken. Für erhöhten Puls sorgen zudem die teils gewaltigen Schlaglöcher und die rücksichtslosen Minibus-Taxen ("Rasende Särge"). Hurra, wir sind angekommen, this is Africa!