Benissa - Burscheid - 30.12.2015

Die Tage sind verflogen, wir haben herrliche Weihnachtsmärkte besucht, die Sonne in vollen Zügen genossen, auch noch letzte Wanderungen unternommen und müssen nun mit einem weinenden Auge Abschied nehmen. Die Gegend ist einfach nur schön. Wir kommen auf jeden Fall wieder.

Die Fahrt nach Hause war mal wieder eine echte Herausforderung. Neben unerwarteten Zeitverzögerungen aufgrund von Grenzkontrollen an der Spanisch-französischen Grenze hatten wir dann das zweifelhafte Vergnügen von Lyon bis in die Eifel im dichten Nebel uns unseren Weg zu suchen. Doch wir sind ein wenig müde, aber wohlbehalten wieder Zuhause eingetroffen. Es war eine wunderschöne Zeit!

Unser schönes Dorf soll bekannter werden! - 15.12.2015

Ein kurioser Wettbewerb beschäftigt zur Zeit ganz Spanien: Gesucht wird der Ort mit dem abschreckendsten Namen. Diverse Bürgerinitiativen sind erfreut und bringen ihre Heimatgemeinden, deren Immobilienpreise unerklärlicherweise in den Keller gerutscht sind, hoffnungsfroh in die Verlosung. Die bisher höchste Aufmerksamkeit erzielten die Ortsnamen "Peligros" (Gefahr), "Los Infernos" (Die Höllen) und "Peleas de Abajo" (Prügelei im Straßengraben). Aber auch der Geheimfavorit "Villatuerta" (Dorf der Einäugigen) liegt noch gut im Rennen. Mal sehen, wer gewinnt...

Muss das wirklich sein? - 10.12.2015

Schauplatz 1: In den Kassenbereichen der Supermärkte haben karitative Einrichtungen zur Vorweihnachtszeit Sammelstellen für Bedürftige platziert, damit die Kunden Lebensmittel spenden können. Das klappt ganz gut, viele Spanier geben ein Paket Reis, Nudeln oder ähnliches ab.

 

Schauplatz 2: Zufällig kommen wir an der Rückseite einer Lidl-Filiale vorbei und werden Zeugen der rigorosen Discounter-Qualitätssicherung: Eine Mitarbeiterin ist dabei, Lebensmittel jeglicher Art in einen Müllcontainer zu werfen. Obst, Gemüse, Kekse, Schinken, Käse, Wurst und sogar zwei Dosen Bier verfügen anscheinend nicht mehr über die Güte, im Laden Kaufinteresse zu wecken. Neugierig geworden, schauen wir uns den "Müll" mal genauer an, und siehe da: Obst und Gemüse sind bis auf wenige Ausnahmen verzehrgeeignet und keinesfalls vergammelt: die Bananen sind noch grün, die Mangos müssen auch erst noch reif werden ... , der überwiegende Teil der verpackten Lebensmittel hat ein Mindeshaltbarkeitsdatum bis weit ins Jahr 2016 hinein und kommt anscheinend direkt aus der Kühlung, denn die Verpackungen fühlen sich kalt an. Wir fragen uns: Haben die Discounter Angst, dass ihr sorgsam von der Marketingabteilung aufgebautes Image von der "überragenden Qualität ihrer Produkte" Schaden nehmen könnte, wenn mal eine Umverpackung leicht eingedötscht ist? Und, viel wichtiger: Warum findet keine direkte Übergabe an die Bedürftigen statt? Geschockt über soviel Verschwendung und Missachtung von Lebensmitteln kümmern wir uns um eine "Umverteilung" im Sinne der Bedürftigen. Das kann aber doch eigentlich nicht wahr sein, oder????

Ein Samstag in Xalo, 05.12.2015

Der Trödelmarkt in Xalo ist einer der größten der Region. Zentral im lieblichen Tal Vall de Pop gelegen, lockt er jeden Samstag Heerscharen von Menschen an. Hier wird allerlei feilgeboten: Marokkanische Lederlampen, Schallplattensammlungen von deutschen Einwanderern, gefälschte Damen-Markenhandtaschen, Alpaka-Jacken aus Ecuador, iberische Hieb- und Stichwaffen, Bierglassammlungen von britischen Einwanderern, stilvolle Korbwaren, gebrauchte Werkzeuge, fein ziselierter Silberschmuck, Autoersatzteile und der Inhalt all der deutschen Kleidersammelcontainer. Ein buntes Publikum quetscht sich bei sonnigem Wetter zwischen den Marktständen hindurch, es herrscht ein Vielsprachengemisch und ausgelassene Stimmung. Irgendwann wird uns das Gewusel aber zu viel. Wir suchen ein ruhiges Plätzchen, marschieren also zur Bodega der Cooperativa, dem Weinkeller der Winzergenossenschaft. Hier konnten wir vor ein paar Tagen in aller Ruhe verschiedene edle Tropfen verkosten und waren praktisch allein. Nicht jedoch heute: Hunderte von lebenslustigen Leuten, vom fein gewandeten Spanier bis zum nachlässig gekleideten Touristen bevölkern die Bodega, ein fröhliches Stimmengewirr vermischt sich mit der alkoholgeschwängerten Luft. Die Probierkaraffen für diverse Weiß- und Rotweine müssen fast minütlich nachgefüllt werden, und die Gäste bedienen sich mit fortschreitender Uhrzeit immer häufiger selbstständig an den riesigen Holzfässern. Aber der Umsatz für die lokalen Weinbauern kann sich dennoch sehen lassen: An den beiden Kassen stehen unablässig Warteschlangen von mindestens 25 Kunden an, zu dem einfachen Tinto im Fünflitergefäß werden gerne noch zwei Liter von dem "alten Roten" genommen, dazu noch ein paar Flaschen Weißwein und, natürlich: noch ein paar Obstbrände. Es ist ja bald Weihnachten...

Der Bergrutsch, 04.12.2015

Wir befinden uns auf dem Wanderweg "Paso de los Bandoleros", dem Schleichpfad der Straßenräuber des 18. Jahrhunderts. Anfangs begleiteten uns Orangen-, Avocado- und Nisperoplantagen, dann ging's durch Kiefernwäldchen, ein ausgetrocknetes Flußbett und an einer 150 m hoch aufragenden Felswand vorbei. Plötzlich hören wir ein unheimliches Donnergrollen, und es ist kein Gewitter. Irgendwo da oben, auf der anderen Seite des Bernia-Gebirgsmassivs scheinen sich Felsbrocken talabwärts zu bewegen. Der rumpelnde Lärm wird von den Felswänden reflektiert und sorgt für ein dramatisches Echo. Nach einer endlos erscheinenden Minute kehrt eine seltsame Stille ein. Wir sind von der Naturgewalt beeindruckt. Vor einigen Tagen hatten wir den Bernia wandernd umrundet und mussten bereits zweimal größere Geröllzungen überqueren. Jetzt sind's vermutlich bereits drei "Steinrutschen". Auf unserem weiteren Weg auf dem Pfad der Straßenräuber gibt es zum Glück keine weiteren atmosphärischen Störungen. Für den Einsturz der malerischen Finca-Ruine am Wegesrand war jedenfalls nicht der Bergrutsch verantwortlich, das war eher der Zahn der Zeit...

Zu Ehren der heiligen Katharina von Alexandrien, 28.11.2015

Inspiriert vom Veranstaltungsprogramm (so original veröffentlicht):

08.30Uhr Weckruf durch die Festkommission 2016 und mit der Musikkapelle "L'espardenya".
10:30Uhr. Lärmender Umzug mit Töpfen, mit der Teilnahme der Kinderfestkommission 2016 und alle Kinder dass teilhaben wollen.
11:00Uhr Kinderspilen in der Platz “Constitució”
12:00Uhr. Probe der “Cassalla” – Anislikör – , wegen der Firma “ANIS TENIS”
13:30Uhr. Kleines Strassenfeuerwerk der Firma V. Caballer, von der Strasse Alicante nach Strasse Mestre Mulet. Alle Leute kann vorauslaufen.
14.00Uhr Populares Essen – “Xoripan”. Musik mit der Musikkapelle “L’Espardennya”.
16.30Uhr Vorführung des Orchesters “Wonder” und Mobile – Disko

haben wir uns den Programmpunkt um 13.30 Uhr ausgesucht und sind gespannt nach Teulada gefahren. Schon die Kirchenglocken, die uns 13:00 Uhr ankündigten, waren so ohrenbetäubend laut, daß es mir noch Minuten später in den Ohren klingelte... Dann sind wir dem Geräuschpegel nach, und haben so schnell den Festplatz gefunden. Hinter dem Tresen sind unzählige Schnapsflaschen aufgereiht, wir staunen nicht schlecht. Eine Musikkombo gibt unter anderem "Smoke on the Water" zum Besten, es wird gelacht, getrunken, lautstark gefeiert. Nicht so ganz das, was man sich so unter einem "heiligen" Fest vorstellt, stellen wir schmunzelnd fest. Dann naht der Countdown für das "kleine Straßenfeuerwerk". Es gibt ein paar Absperrbänder der Polizei und ehe wir uns versehen geht es los. Es knallt aus allen Rohren und die beeindruckende Qualmwolke in den engen Gassen rückt stetig näher. Ganz Wagemutige laufen vor der "Knallerfront" her. Ruckzuck ist der ganze Platz in Qualm gehüllt und der Knallerlärm treibt mir die Gänsehaut auf die Arme. So ehrt man hier die "Heilige Katharina".

Wanderung Puig Campana, 10.11.2015

Nachdem wir gestern noch mit Kathrin und Sören lässig am Strand von Moraira gehockt haben, sind wir heute etwas aktiver. Wir sind wieder mit der Wandergruppe des Creativ Club Calpe unterwegs und erkunden diesmal den Puig Campana. Der Weg ist durchaus anspruchsvoll und wir sind beinahe fünf Stunden unterwegs, doch der Aufwand lohnt sich. Zu Anfang laufen wir zwar in die Irre, da sich die erfahrenen (?) Wanderführer ein wenig uneinig sind und den Wegweisern misstrauen, aber was soll's. Wir enthalten uns jeglicher Einmischung, amüsieren uns und wandern einfach mit. Wir werden belohnt durch eine vielfältige, herrliche Natur und eine oftmals geile Fernsicht. Susanne meint, ihr Glück kaum fassen zu können, denn ihre Kondition kommt langsam zurück und ermöglicht ihr nun endlich wieder Abstecher in die "Wildnis".

Calpe, 05.11.2015

Nachdem wir die Mammuttour Burscheid-Costa Blanca im Auto gut hinter uns gebracht haben und bei herrlichem Sonnenschein in mildem Klima angekommen sind, haben wir uns gleich auf unsere erste Wanderung begeben. Unsere Vermieterin Angela vom Creativ Club Calpe hat uns direkt schöne Winkel des bergigen Hinterlands nähergebracht. Wunderbare Panoramen und Pinienwälder wechselten sich mit bizarren Felsen ab. Sehr schön!